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Projekt: Affiliated High School Beijing University

Location:
Beijing, China
Client:
Affiliated High School of Peking University
Size:
26,000 sqm
Design period (including feasibility study):
April 2014 - March 2015
Completed:
 December 2016
Construction period:
April 2014 –December 2016
LDI:
Beijing Institute of Architectural Design (BIAD)
Partners in charge:
Binke Lenhardt, DONG Hao
Team:
Sidonie Kade, Irene Solà, Dian Tang, Natalie Bennett, Libny Pacheco, Brecht van Acker, Maria Francesca Origa, CHENG Si, Hugo Ríos, Alex Chen, WANG Xudong
Photographs:
WANG Ziling, YANG Chao Ying

Der Schulgeist von BEIDA basiert auf Interaktion, Inspiration und Individualismus und stellt mit seiner zukunftsorientierten Ausbildung das bisherige Schulsystem in China in Frage. In Anbetracht der umfassenden Entwicklungsgeschichte der Schule, schlug Crossboundaries realistische und effektive Anpassungen zum bereits bestehenden Rohbau und Änderungen an der ursprünglichen Fassade vor.

Vernetzung und Verwischen von Grenzen

Um Lehren und Schülern einen belebten Austausch während eines multidisziplinären Unterrichts zu ermöglichen, gestaltete Crossboundaries die konventionell angelegten Klassenzimmer um. Die Räume können in unterschiedlicher Orientierung genutzt werden, flexible Trennwände ermöglichen außerdem die Zusammenlegung von Flächen. Große, angeschnittene Fensterflächen ermöglichen optimale Belichtung und Ausblicke.
Als treibendes Konzept des Entwurfs gilt das Ermöglichen der Kommunikation zwischen den verschiedenen Lernbereichen und über konventionelle Grenzen hinaus. In diesem Sinne bieten die Räume mit multifunktionaler Möblierung und Raumelementen eine dynamische Lernerfahrung. Durch die Farbkoordinierung wird zudem eine visuelle und physische Orientierung zum Gedankenaustausch gegeben.
Die ursprüngliche Planung von anstaltsähnlichen Gängen und die Aneinanderreihung von Klassenzimmern wurde redefiniert. Korridore verändern die Richtung und integrierte Sitznischen in den Wänden laden zum Verweilen ein und fördern die Kommunikation und den Austausch zwischen den Schülern, auch die Schließfächer sind hier integriert.
Der Fokus bleibt auf den Schüler gerichtet, alle Klassenzimmer bieten die Möglichkeit unterschiedliche Fachrichtungen zu behandeln und mit flexibler Möblierung zu experimentieren.
Passive und aktive Verbindungen durchziehen außerdem die Unterrichtsbereiche von Kunst, Musik und Sport. Die Sportlobby überbrückt die Kunsträume und Sportbereiche teilen die Erschließungswege mit den offen gestalteten Kunsträumen. Die Fenster der kleineren Kunsträume ermöglichen wiederum Blicke auf die Sportbereiche.
Die Decke des multifunktionalen Theaters erhält ihre Form als Ableitung der darüber liegenden Tribüne, welche wiederum gleichzeitig eine direkte Brücke zwischen Sportfeld und Bibliothek bildet.

Passive and active connections engage the subjects of art, music and sport. The sport lobby bridges the double height space of the art area, the ceiling imbedded with light strips mirrors the running track of the sports field above. Sports classrooms share circulation with the open plan art spaces and have windows with views directly into the sports halls. The library is now a crossroad, a successful partnering of the sculpting of the multifunctional hall ceiling with the above tribune, connecting the library and sport field.