11/61 PROJEKTE

First Floor Plan

Second Floor Plan

Third Floor Plan

Explorded Axonometry

Masterplan & Landscape

Correlated Functions

The Five Tube as Alternative Circulattion

Section through Green Tube

Projekt: Soyoo Joyful Growth Center

Bauherr:
Soyoo Castle Enterprise Management Co., Ltd
Standort:
Zhengzhou, China
Fläche:
27,800 sqm (Grundstück), 28,200 sqm (brutto)
Entwurfszeit:
Januar 2013 - März 2014
Bauzeit:
Januar 2014 – Juni 2015
Verantwortliche Partner:
Binke Lenhardt, DONG Hao
Team:
Tracey Loontjens, LI Zhenyu, frühe Projektphase
Graphik Design:
LAVA, Beijing
Photograph:
YANG Chao Ying

Soyoo ist ein Kinderzentrum, welches in Zhengzhou, der Provinzhauptstadt von Henan, in der geographischen Mitte Chinas, steht. Zhengzhou, eine 2nd Tier Stadt, profitiert heute von seiner zentralen Lage als Eisenbahnknotenpunkt der Verbindungen von Nord nach Süd und Ost nach West. In der letzten Dekade ist hier die Bevölkerung um 4 Mio. angestiegen.

Ein Gebäude als Teil eines Triumvirats von Rundbauten mit einer Fläche von 28.000 m² sollte nach fast einer Dekade von Lehrstand und Verfall in ein Kinderzentrum umgewandelt werden. Crossboundaries wurde zunächst mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt, die dann in den Auftrag für den Innenausbau mündete. Im Laufe des Planungsprozesses wurde der Planungsumfang um die Fassaden-, und 20.000 m²
Außengestaltung (Landschafts- und Platzgestaltung) erweitert.

Die Herausforderung bestand zunächst in der Entwicklung des Programmes, welches zu Beginn nicht vorhanden war. Es bestand die Vision, das bestehende Gebäude aufzuwerten und Flächen mit Funktionen für Kinder zu belegen. Schon während der Machbarkeitsstudie, durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Gebäude und seinem Umfeld, konnte Crossboundaries den Bauherrn und sein Team davon überzeugen, das Projekt ganzheitlicher, über den Innenraum hinaus zu betrachten und nicht nur mit dem limitierten Ziel, Lösungen für einzelne Gebäudebereiche zu erarbeiten.
In Bezug auf den Außenraum beispielsweise war das existierende Gebäude mit seinem umliegenden Außenbereich vom restlichen Stadtquartier durch Barrieren und Zäune visuell und physisch abgegrenzt. Zufahrten durchschnitten die große Freifläche, die hauptsächlich Brache war und in Teilbereichen als Parkplatz genutzt wurde. Dies hatte einen negativen Einfluss auf die Wahrnehmung des Baus, außerdem waren Außenflächen ungenutzt und unansehnlich.
Die konkrete Planung konzentrierte sich zunächst auf die Umnutzung des ursprünglichen Gebäudes, welches mit seiner runden Form, überwältigenden Größe und seinem vorhandenen statischen System extreme Einschränkungen mit sich brachte. Über diese Neugestaltung des Gebäudes hinaus aber wurde es im Laufe der Bearbeitung dann zum konkreten Ziel, die Planung auf den unmittelbar angrenzenden Außenraum zu erweitern und nach einer ganzheitlichen Lösung zu suchen, die auch das mit Einbeziehen des nachbarschaftlichen Wohnbezirks beinhaltete.

Für Entdeckung, Fantasie und Neugier umgerüstet

Der Entwurf hat sich aus dem Innenraum entwickelt. Farbige, mit spielerischem Programm belegte „Röhren“, die teilweise diagonal das Gebäude durchdringen, sich an manchen Stellen durchkreuzen und von denen zwei bis auf das Dach führen, werden von Kindern als alternative Erschließung genutzt und führen in verschiedene Wissensgebiete. Sie stoßen boxenhaft durch die existierende Fassade aus dem Gebäude heraus und erlauben akzentuierte Blickbezüge nach draußen. Von außen schüren sie Neugier und laden zum Verweilen auf dem Vorplatz ein.
Eine sekundäre, leichte Fassade, bestehend aus zwei versetzten Schichten von Vinyl Bändern, die von der Attika zum Boden gespannt sind, transportiert die Offenheit, die das Gebäude vermitteln soll und stellt die unmittelbare Verbindung mit dem Außenraum her.
Der um das Gebäude laufende Ring aus Stufen, Plattformen und Rampen fängt den Höhenunterschied zum Platzniveau und innerhalb des Erdgeschosses zum Gebäude hinauf, verbindet alle Eingänge und erlaubt, um den Rundbau herum zu flanieren.
Die Dynamik des Gestaltungs- und Realisierungsprozesses machte die Ausweitung der Planung und die Öffnung zur Stadt möglich. Ein von allen zugänglicher Freiraum wurde hinzugefügt und hat das Umfeld nachhaltig revitalisiert.

Auszeichnungen:
- 2017 Architizer A+Award Special Mention, Soyoo Joyful Growth Center (Plus Category Architecture + Color)
- 2016 Children in Scotland - Making Space Award for Excellence in Learning 2016, Soyoo Joyful Growth Center
- 2016 DETAIL Prize shortlisted, Soyoo Joyful Growth Center